Zehn E-Mail-Marketing-Fehler

Wer im Hotelmarketing und Tourismusmarketing erfolgreich werben will, muss sich erst mit den selbstgebauten Stolperfallen auseinandersetzen.
Erst wenn die Usability stimmt greift der Kunde richtig zu.

Dazu habe ich für das Hotelmarketing einen interessanten Artikel gefunden, der die 10 schwersten Fehler skizziert.

Hand auf’s Herz: Haben Sie sich schon mal Gedanken über die Formulierung der Willkommens-Mail für neue E-Mail-Abonnenten gemacht? Wenn nein, verschenken Sie große Potenziale, wie ein aktueller Ratgeber weiß.
Ärgern Sie sich über schlechte Performance-Werte Ihrer E-Mail-Kampagnen. MarketingSherpa.com hat einige Fehler zusammengestellt, die E-Mail-Marketer nur zu gerne machen.

1. Kunden werden zum Newsletter-Abo gezwungen

Wer sich explizit für einen Unternehmensnewsletter anmeldet, hat mit Sicherheit höheres Interesse an den Inhalten, als Kunden, denen der Newsletter aufgezwungen wird. Es ist somit nicht die geschickteste Taktik, das Feld „Bitte schicken Sie mir Ihren Newsletter“ sicherheitshalber schon mal angeklickt darzustellen oder Kunden, die ihre E-Mail-Adresse angeben, sonstwie den Newsletter unterzujubeln.

So geht’s besser: Um Kunden zu motivieren, E-Mail-Newsletter freiwillig zu abonnieren, können Sie verschiedene Themen anbieten, die die Kunden besonders interessieren könnten (z.B. Produktneuheiten, Sonderangebote etc.) und Sie können Ihre Zielgruppe auch wählen lassen, in welcher Frequenz sie die Mails erhalten will.

2. Ein Newsletter für alle Kunden

Allen Kunden alles anzubieten, funktioniert vielleicht am Buffet eines Drei-Sterne-Hotels. Im E-Mail-Marketing ist es definitiv die schlechteste Strategie. Denn jeder Empfänger investiert maximal ein paar Sekunden, um abzuchecken, ob ihn der Inhalt des Newsletters interessiert. Wenn er nicht augenblicklich auf fesselnde Inhalte stößt, landet die komplette Mail schnell im digitalen Mülleimer. Ein zweiter Blick ist – anders als bei Magazinen und Katalogen – nicht drin.

So geht’s besser: Segmentieren Sie Ihre Zielgruppen. Am besten geht das über eine E-Mail-Umfrage, welche Themen für wen interessant sind. Wem das zu aufwändig ist, kann seine Kunden auch nach Alter, Geschlecht, Kaufgewohnheit (Schnäppchenjäger, Luxusluder), geographische Herkunft oder gekaufte Produkte unterteilen.

3. Einfallslose Willkommens-Mails

Die E-Mail eines Unternehmens, die am meisten gelesen wird, ist die, die das Abonnement des Newsletters bestätigt. Doch wenige nutzen die Chance, daraus gleich ein Geschäft zu machen. Stattdessen finden die Neukunden dort langweile Allgemeininformationen à la: „Danke, dass Sie den xy-Newsletter abonniert haben. Wenn Sie ihn wieder abbestellen wollen, klicken Sie einfach auf den folgenden Link.“ Beim Kunden kommt das an wie ein Händler in einem stationären Geschäft, der zu einem neuen Kunden sagt: „Danke, dass Sie hereingekommen sind. Wenn Sie wieder raus wollen: Hier ist die Tür.“

So geht’s besser: Nutzen Sie die meistgelesene Mail Ihres Unternehmens geschickt. Bieten Sie einen Willkommensrabatt für sofortige Bestellungen. Stellen Sie das Lieblingsprodukt in ihrem Shop vor oder integrieren Sie wenigsten einen „Hier geht’s zum Shop“-Button.

4. Falsch gewählte Erscheinungszyklen

Der Erscheinungszyklus ist eines der wichtigsten Kriterien für den Erfolg eines E-Mail-Newsletters. Doch die strategisch so wichtige Entscheidung, wie oft ein Unternehmen einen Newsletter verschicken soll, wird oft aus dem Bauch heraus getroffen. Klar ist: Wer ständig Newsletter verschickt, läuft Gefahr, seine Zielgruppe zu nerven. Wer zu selten von sich hören lässt, gerät in Vergessenheit und riskiert, dass die Konkurrenz die aktuellen Bedürfnisse der eigenen Kundschaft stillt.

So geht’s besser: Um zu sehen, welcher Erscheinungsrhythmus zu Ihrer Zielgruppe macht, sollten Sie einfach A/B-Tests durchführen. Werten Sie auch Ihre bisherigen Kampagnendaten aus? Werden Newsletter im Sommer häufiger geöffnet als im Winter? Welcher Tag verspricht die besten Klickraten? Für viele E-Mail-Marketer hat sich der Dienstag als Tag mit den besten Öffnungsraten der Woche etabliert.

5. Unternehmen schreibt an Individuum

Briefe und E-Mails sind persönliche Kommunikationsmittel. Viele Unternehmen jedoch vergessen bei der E-Mail-Ansprache, dass Personalisierung nicht beim Kunden aufhört. Auch am anderen Ende des Kommunikationsstrangs sitzt ein Individuum – und kein Unternehmen.

So geht’s besser: Machen Sie aus dem Absender eine Person. Lassen Sie den Newsletter von einer Person signieren. Geben Sie eine Kontaktinformation zu einer Person irgendwo im Newsletter an. Integrieren Sie ein persönliches Foto. Lassen Sie eine Person sprechen. Benutzen Sie häufiger das Wort „ich“ als das Wort „wir“.

6. Fehlende Interaktion

Unternehmens-Mails mit anklickbaren Links zu Ihren Produkten zu verschicken, sollte nicht die einzige Interaktionsmöglichkeit sein, die Ihr Newsletter bietet.

So geht’s besser: Integrieren Sie einen Link mit „Haben Sie Fragen zu unserem Produkt? Unser Experte in diesem Bereich, Vorname, Name, antwortet in 24 Stunden“ und verlinken Sie ihn ebenfalls mit einer echten Person. Integrieren Sie Links, um Kunden die Produkte bewerten zu lassen. Integrieren Sie Produktumfragen, um das eigene Sortiment zu optimieren („Welche Produkte sollen wir verstärkt anbieten?“)

7. Steckenbleiben im E-Mail-Filter

Viele Unternehmen wissen gar nicht, wie viele Ihrer Mails tatsächlich beim Kunden ankommen. Dabei können sie Branchenexperten zufolge fast sicher sein, dass jede fünfte Mail in einem Mail-Filter stecken bleibt, wenn sie ihren E-Mail-Versand nicht von einem professionellen Dienstleister vornehmen lassen. Grund sind falsch formatierte HTML-Newsletter oder mangelnde Reputationen bei verschiedenen Internet-Serviceprovidern.

So geht’s besser: Stellen Sie sicher, dass Sie eine einzige IP-Adresse verwenden, um Mails zu verschicken, die kein anderer Mailer jemals nutzt. Überprüfen Sie, ob ihre HTML-Newsletter korrekt formatiert sind. Suchen Sie sich einen exzellenten E-Mail-Serviceprovider, der ihre Mails an den Spamfiltern vorbeischleust. Arbeiten Sie an ihrer Reputation als E-Mail-Versender.

8. Ignoranz gegen Blackberry und andere mobile Leser

Rund 64 Prozent aller Entscheidungsträger checken ihre Mails mobil – vor allem die mit einem verhältnismäßig hohen Haushaltsnettoeinkommen. Doch viele E-Mail-Newsletter sehen auf mobilen Empfangsgeräten schrecklich aus.

So geht’s besser: Schauen Sie sich Ihre eigenen Newsletter auf verschiedenen mobilen Endgeräten wie Blackberry, Iphone und Co. an. Lassen Sie Ihre Marketing-Newsletter für mobile Endgeräte optimieren. Die einfachste Möglichkeit ist ein purer Textnewsletter für mobile Nutzer.

10. Nur auf E-Mail-Werbung setzen

Mit dem E-Mail-Marketing ist es wie auf dem Büchermarkt: Wer viel Werbung für sich macht, kommt in die Bestsellerlisten. Das sicherste Mittel, um höhere Öffnungsraten zu erzielen, ist es, auch auf anderen Kanälen Wind für sich zu machen.

So geht’s besser: Überlegen Sie, auch gedruckte Prospekte mit ihren beliebtesten Produkten zu verbreiten oder machen Sie Banner- und Hörfunkwerbung.

 

Quelle: Internet World Business

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