Der Tiscover-Effekt oder wie ein Tourismusportal zum Molloch wird

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Seit Jahren beobachten wir im Hotelmarketing, wie die großen Tourismusplattformen immer größer werden. Größer werden im Sinne von immer mehr Hotels in den Plattformen bei einer stagnierenden Zahl von Besuchern.

Das Pänomen haben wir intern auf den Namen “Tiscover-Effekt” getauft, denn dort ist es zum ersten Mal aufgetaucht. Seinerzeit versuchte Tiscover alle Unterkünfte Tirols in der Plattform zu erfassen. Die Symptome sehen folgendermaßen aus:

  • Zu viele Vermieter dadurch
  • Unübersichtlichkeit für die Besucher. Daraus folgt, dass
  • immer mehr Unterkünfte vorgereiht werden möchten, was wiederum einen
  • Wildwuchs auf der Startseite und in der Navigation des Portals nach sich zieht.
  • Konzeptlos werden dann Kategorien oder unzureichende Suchfunktionen eingebaut.

Abhilfe würde hier eine Selbstbeschränkung bei der Mitgliederzahl schaffen. Oder, was der Branche wesentlich mehr helfen würde. Eine Spezialisierung auf einzelne Themen. Hier gibt es schon einige gute Beispiele… aber, damit kann man nicht reich werden.

Das Kunststück ist wohl hier die richtige Balance zu finden zwischen der Zahl der Unterkünfte und des Mitgliedsbeitrages einerseits und des Marketingaufwandes andererseits.

Das ganze Thema ist noch wesentlich vielschichtiger und komplexer als ich es hier mit ein paar Sätzen darstellen könnte. Vielleicht hilft es dem einen oder anderen Hotelier auf die richtigen Zeichen bei neuen Portalen zu achten bevor sie sich zur Mitgliedschaft entscheiden.

P.S. “Tiscover-Effekt” bezieht sich auf das Ur-Tiscover.

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